Naturell eine Perle!
Das Elsass ist zwar die kleinste Region Frankreichs (190km Länge und nur 50km Breite), dafür eine ganz besondere - mit gleich drei "Hauptstädten“.
Neben vielen malerischen kleinen Dörfern und Städtchen gibt es im Elsass nämlich auch drei größere Städte zu entdecken, von denen jede einen besonderen Ruf hat: Das kulturelle und intellektuelle Zentrum Strassburg (Europastadt und Hauptstadt des Elsass), die heimliche Weinhauptstadt Colmar und die industrielle Museumsstadt Mulhouse.
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- ©CRTA/Zvardon
Straßburg - eine Stadt von europäischem Rang
Am besten erkunden Sie die Altstadt bei einem gemütlichen Stadtbummel. Dominierend im alten Stadtkern ist natürlich das weltbekannte Münster. Es wurde aus rosa Sandstein auf romanischen Mauern im hochgotischen Stil erbaut. Steigen Sie auf den 142 m hohen Nordturm - es lohnt sich! Dort erwartet Sie ein grandioser Blick über die Dächer der Altstadt bis zum Schwarzwald, dem Kaiserstuhl und den Vogesen.
Gleich neben dem Münster befindet sich ein reich verzierter Fachwerkbau - die Maison Kammerzell. Durch die Rue des Hellebardes und über die Place Gutenberg gelangen Sie zum ehemaligen Gerberviertel "Petite France“. Und der Name verspricht nicht zu viel: Mit seinen malerischen Fachwerkhäusern, den Ponts Couverts (überdachte Brücken) und dem Vauban-Wehr glaubt man sich wirklich in ein französisches Miniaturland hineinversetzt.
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- ©CRTA/Zvardon
Ein ganz anderes, großstädtisches Flair verbreitet das "Europa-Viertel“ in der Nähe des Orangeriebaumparks am Ufer der Ill. Hier befinden sich Europarat, Europaparlament und das Palais der Menschenrechte.
Wenn die Beine doch schwer werden, empfiehlt sich eine kommentierte Schiffsrundfahrt auf der Ill. Die verläuft durch die ganze Altstadt. Oder man macht eine Rundfahrt mit dem Minizug durch die Altstadt.
Straßburg hat übrigens auch ein vorbildliches Fahrradwegenetz, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, die Stadt mit dem Rad kennen zu lernen.
Entlang der Rue de la Madelaine befindet sich der neue zentrale Modepunkt Straßburgs. Hier haben sich viele kleine Modeboutiquen angesiedelt, in denen jeder etwas findet. Auf der Straße gibt es auch viele Bars und Cafés im französischen Stil, wo man sich treffen kann und ein bisschen plaudern.
In der Rue du Vieil Hôpital findet jeden Mittwoch ein außergewöhnlicher Flohmarkt statt, bei dem man so gut wie alles finden kann, was das Herz begehrt.
Im Tiger Wok in der Rue Faisan werden Sie auf ein Restaurant treffen, dass Ihnen Ihr Essen mal auf eine andere Art zubereitet. Sie haben die Auswahl aus einem reichhaltigen Buffet aus Fisch, Fleisch und Gemüse. Der Clou ist, dass das Essen, das Sie zuvor ausgesucht haben, direkt vor Ihren Augen zubereitet wird. Sogar wenn Sie zweimal den gleichen Fisch gewählt haben, kann er noch auf verschiedenste Arten zubereitet werden. Sie essen also nie das Gleiche!
In der Nähe von dem Platz der Kathedrale befindet sich die Teestube “Au Fond du Jardin“ wo Sie ein exzellentes Frühstück bekommen. Die Lokal eignet sich auch gut für einen Brunch zu zweit oder mit Freunden; um 16 Uhr wird es dann Zeit für das “Goûter“, einen Apfelstrudel mit einem Riesenbecher voller Schokolade, bei dem man dann den weiteren Tagesablauf beschließt.
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- ©Estelle TSCHAN
Colmar - die heimliche Hauptstadt des Weins
Da die Altstadt von Colmar im Krieg unversehrt blieb, ist die Stadt eines der attraktivsten Ausflugsziele in der Region. Sie wirkt wie ein großes Museum und widmet sich ganz der elsässischen Kultur, dem Weinbau und der Agrarwirtschaft.
Eine Besichtigung der Altstadt beginnen Sie am besten am ehemaligen Dominikanerinnenkloster St. Johannis unter den Linden. Hier ist auch das Museum Unterlinden untergebracht. Der rote Sandsteinbau beherbergt viele Kunstschätze, unter anderem den berühmten Isenheimer Altar. An der mit über 100 Köpfen geschmückten Maison des Têtes vorbei, kommen Sie zur Dominikanerkirche (Eglise des Dominicains) aus dem 13. Jh.
Der wichtigste Sakralbau Colmars ist jedoch die Kathedrale St. Martin (Cathédrale St. Martin). Ganz in der Nähe befindet sich das wohl schönste Fachwerkhaus, das um 1537 erbaute Pfisterhaus, sehenswert ist auch das Nachbarhaus "Zum Kragen". Und nicht weit entfernt entdecken Sie mit dem Alten Kaufhaus (Ancienne Douane) den größten mittelalterlichen Profanbau der Stadt.
Romantisch wird bei einem Streifzug durch Klein Venedig (Petite Venise), hier schmiegen sich malerische, blumengeschmückte Fachwerkhäuser an das Flüsschen Lauch.
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- ©OTC Mulhouse et sa Région/Fred Hurst
Mulhouse - ein Pionier unter den Industriestädten
Mulhouse, einst Pionierstadt der Industrialisierung und noch heute industrielles Zentrum des Elsass, liegt im Süden in der Ebene zwischen den Vogesen und dem Rheinufer. Ein Stück weiter entfernt trifft man auf die Jura-Gebirgskette und die etwas weniger bekannte Sundgau-Region an. Diese Gegend ist wegen ihrer ruhigen, ländlichen Lage und der eher in traditionellem Rahmen betriebenen Landwirtschaft beliebt. Außerdem ist sie ein Paradies für Wanderer und Radfahrer, denn hier kann man sich bestens erholen und entspannen.
Die Stadt hat ihren ganz eigenen Reiz. Nicht vordergründig wegen ihrer historischen Bauten, sondern vielmehr aufgrund der acht Museen, wie dem Automobil- oder dem Eisenbahnmuseum. Sie besitzt damit die größte Konzentration technischer Museen Europas, in denen Sie die unglaubliche industrielle Entwicklung nacherleben können.
Sie entdecken die Etappen der Entwicklung zur progressiven Industriestadt am besten auf der Place de la Réunion, dem Herzen von Mulhouse, oder anhand der eleganten Häuser aus dem 19. Jahrhundert.
Ein Besuch im Zoo mit seinen 1200 Tieren und im botanischen Garten, der über eine ausgefallene Pflanzensammlung verfügt, ist in jedem Fall lohnenswert.
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- ©OTC Mulhouse et sa Région/Thomas Itty
In Mulhouse erleben Sie in der Nähe des Quai de la Cloche dienstags, donnerstags und samstags den wichtigsten Markt im Osten Frankreichs. Hier treffen die verschiedensten Kulturen aufeinander. Auf dem “Marché du canal couvert“ kann man sich sicher sein, immer frischste Ware aus europäischen, afrikanischen und asiatischen Ländern zu finden. Einkaufen wird zur Nebensache, denn ganz in der Tradition orientalischer Länder trifft man sich hier, um wichtige Dinge zu besprechen, oder einfach unter Freunden zu sein.
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Aber nicht nur die Städte sind einen Ausflug wert. Jedes Dörfchen besitzt hier seine eigene Geschichte oder sogar ein Museum. Außerdem gibt es hier unzählige "villages fleuris“ - ein Wettbewerb, welches Dorf am schönsten geschmückt ist, führt dazu, dass überall die schönsten Blumen blühen. Hier können Sie allerhand romantische Ecken entdecken, sowie die elsässische Geschichte und Gastfreundschaft erleben. Und hier und da finden Sie sicherlich auch eine gemütliche Winstub oder Sie können direkt bei den Weinbauern eine Verkostung machen.